Sieht man die Welt von oben


Sieht man die Welt von oben, 
muss man den Schöpfer loben. 
Gelobt sei auch die Schöpferin, 
die sich die Welt ersonnen. 
Nur Schönes hatte sie im Sinn, 
als sie ihr Werk begonnen. 
Mit ihrem ersten "Werde!" 
schuf sie nicht nur die Erde,
sondern auch Finsternis und Licht.
Von Angesicht zu Angesicht
trennte sie Wasser und das Land.
Sie formte mit der eig'nen Hand
die Kontinente Ort für Ort,
säte hier Wiesen, Wälder dort
und hat in diese schöne Welt
das Menschenkind hineingestellt.
Weil die Weltgöttin uns erschuf,
verlor sie ihren guten Ruf.
Es war zu spät, als sie entdeckte
dass wir vollkommen unperfekte,
zerstörerische Wesen sind.
Nun weint sie über dieses Kind.
Sie regnet ohne Unterlass
und macht die ganze Menschheit nass,
bis sie im kühlen Nass verschwindet
und keine Spur mehr von ihr kündet.