Mut zum Aufbruch
*
Sein Leben wird von
Traditionen geprägt,
die man ihm bereits
in die Wiege gelegt.
Von Alltagsroutinen
gelenkt wie auf Schienen
verliefen die Pfade.
Nie fand er das schade.
Gewohnheiten halfen ihm,
angstfrei zu leben.
Sie schützten ihn
vor unerwarteten Beben,
die er so umgangen.
Kein Ziel, kein Verlangen
hat ihn aus dem täglichen
Gleichschritt gebracht.
Der Alltagstrott hat
ihn so schläfrig gemacht.
Nun wächst in ihm plötzlich
zu seinem Erstaunen
ein Flüstern zuerst,
dann ein murmelndes Raunen,
das wie ein Magnet wirkt
und so an ihm zieht,
dass er sich bald
aufmacht in fremdes Gebiet
mit verlockenden Räumen.
Erst nur in den Träumen
erkennt er, was er
durch Gewohnheit vermeidet
und unter der Schicht
der Gewohnheiten leidet.
Deswegen stieg er
aus dem Hamsterrad aus
und wagte sich mutig
ins Leben hinaus.