Auf der Erde gelandet

Auf der Erde gelandet
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Bei meiner Wanderung durch
das Universum bin ich auf der
Erde gelandet. Ein vorübergehender
Aufenthalt, für den ich den
Körper eines Menschen gewählt habe.
Ich hätte auch ein Pferd oder
ein Esel werden können, aber
für mein Ziel war ein
Menschenkörper das geeignetste 
Fahrzeug, um eine Lebenszeit
auf der Erde zu verbringen.
Denn: Ich will Romane und
Gedichte schreiben, um den
Menschen die Einsicht zu
vermitteln, dass ihr kurzes 
Erdenleben nur ein kleiner 
Abschnitt einer viel 
weitreichenderen, endlosen Reise 
ist, die sie durch
ihr Handeln, Denken und Fühlen
immerzu neu erschaffen.
Die Gedanken sind die
Bausteine der zukünftigen
Welt, in der sie leben
werden. Jetzt glauben sie
noch, dass ihr Schicksal 
ihnen grundlos widerfährt.
Doch dann werden sie erkennen,
dass sie selbst es sind,
die das Schicksal erschaffen
und meistern. 

(KI-generiertes Bild)

 

Heißes Pflaster

Coming Soon

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Nur ein Grashalm

Das Kloster lag hinter dem Nebelwald am Fuß des Pyramidenberges. 
Die Einheimischen nannten es deshalb das Kloster der Himmelspyramide. 
Es wurde oft von Pilgern besucht, die weite Wege in Kauf nahmen, 
um hier einige Zeit in Ruhe und Meditation zu verbringen. Jeden 
Morgen, wenn die Glocke zur Laudes rief, blieben einige Mönche im 
Klosterhof stehen und bekreuzigten sich. Ihr Blick glitt schweigend 
an den steilen Flanken des Berges empor bis zur Spitze, die sich 
scharf gegen den Himmel abhob. Erst dann betraten sie schweigend 
die Kapelle. Luis hatte Pilze im Wald gesucht und sie zu Bruder 
Antonius ins Kloster gebracht. Bruder Antonius lüftete den Deckel 
des Weidenkorbes an und beugte sich neugierig darüber. "Steinpilze?" 
fragte er. Luis nickte. "Und Pfifferlinge. Ganz frisch heute Morgen 
gesammelt." Der Mönch lächelte zufrieden, holte einige Münzen aus 
der Tasche der Soutane und ließ sie in Luis' Hand fallen. "Das Dach 
der Kapelle ist undicht geworden. Kannst du es für uns reparieren?" 
"Natürlich." "Der Abt sagt immer, niemand hat so geschickte Hände 
wie du." Luis verabschiedete sich und schlenderte den Feldweg 
entlang, der außen am Rand des Waldes zum Dorf führte. Er stellte 
sich vor, wie seine Frau Jutta gerade das Brot aus dem Ofen holte 
und das warme Sonnenlicht durch das kleine Küchenfenster auf Peros 
Bett fiel. Kurz vor dem Dorfeingang hörte Luis hinter der alten 
Bruchsteinmauer schnelle Schritte. "Papa!" Sein Sohn Pero stürmte 
auf ihn zu, sprang ihm entgegen und klammerte sich an seinen Hals. 
Luis lachte. "Na, wen haben wir denn hier?" Er hob ihn hoch und 
drehte sich einmal mit ihm im Kreis. "Wo willst du denn so eilig 
hin?" "Noch mal in den Wald." Luis stellte ihn wieder auf den Boden. 
"Aber nicht zu weit." "Bin bald zurück." Der Junge winkte noch 
einmal und verschwand zwischen den Bäumen. Luis sah ihm lächelnd 
nach. Es war das letzte Mal, dass Pero seinen Vater lebend sah.