Die Angst vor der Angst

Die Angst vor der Angst
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Die Abkürzung führt 
durch den Wald. 
Er fürchtet sich 
und ihm ist kalt. 
Doch außen drumherum 
zu geh'n 
dauert zu lang. 
So bleibt er steh'n. 
Er ringt mit 
ängstlichen Gedanken 
und seine Absicht 
scheint zu schwanken.
Doch dann gibt er 
sich einen Stoß, 
entschließt sich 
und läuft mutig los. 
Ein Schemen huscht 
am Baum vorbei. 
Der Mond scheint matt, 
der Weg ist frei. 
Ein Uhu schreit. 
Ein Zweiglein knackt. 
Steht dort ein 
Schatten, unbefrackt? 
Sein Atem stockt, 
er zuckt und schluckt. 
Er schwitzt. Als 
er genauer guckt, 
steht dort nur ein 
verformter Strauch 
mit flatterhaftem 
Blätterbauch. 
Die Furcht malt gern 
mit leichter Hand 
Gespenster aus 
dem Bilderland, 
das sich im eignen 
Geist befindet 
und uns an unsre 
Ängste bindet.

 

Veröffentlicht in Poetry.