Schattenkraft

Schattenkraft
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Hinter einem 
guten Willen
findet sich 
manchmal im Stillen
eine starke 
Schattenkraft,
die verborgen 
Unheil schafft.

Gut gemeint, muss 
man verstehen,
neigt dazu, 
zu übersehen,
dass, wenn man 
den Freund belehrt
über Richtig 
und Verkehrt,
nicht erkennt, 
dass man betrügt,
indem man sich 
selbst belügt.

Rein erscheint, 
was man bekundet,
einem selbst 
vorzüglich mundet.
Weil man Fehler 
andrer rügt,
glaubt man, dass 
man selbst genügt -
merkt nicht, wie im 
eignen Streben
blinde Flecken 
Lügen weben.

So wirkt oft im 
frommen Streben
ein uns nicht 
bewusstes Leben,
das, von uns 
dorthin verbannt,
heimlich lenkt 
mit dunkler Hand.

Veröffentlicht in Poetry.