Weihnachten

Weihnachten heißt dies Gedicht.
Tannenbäume mag es nicht.
Als ein lebenskluger Kenner
hasst es alle Weihnachtsmänner.

Seine Wurzeln reichen weit
in den Raum der Dunkelheit,
denn dereinst bestand 
sein Sinn
in Geburt und Neubeginn
des verlor'n 
gegang'nen Lichts.

Neu geboren aus dem Nichts,
in dem es verschwunden war,
zieht das Licht nun wunderbar
seinen Jahreskreis erneut.
Feuerball, der uns erfreut.

Fatal

Fatal
*
Dumm nur, dass die 
Bahn nicht kam,
sodass er 
das Auto nahm.
Weil er keine 
Tanke fand, 
fehlte bald 
schon das Benzin,
weshalb er, 
fatal für ihn,
hilflos vor der 
Schranke stand.
Doch die Lok kam, 
wenn auch spät,
und hat ihn 
dann umgemäht.

Olfaktorisches Gedicht

Olfaktorisches Gedicht
*
Egal, ob es schneit, 
ob es stürmt oder regnet.
Es schnuppert an jedem 
Ding, das ihm begegnet.
Darum hat es früh schon 
den Braten gerochen
und spürt seinen 
Herzschlag 
ganz aufgeregt pochen.
Ja, dieses Gedicht 
hat Gefahren gewittert
Man sieht es daran, dass 
es schlottert und zittert,
denn es hat für alles 
den richtigen Riecher,
erkennt am Geruch alle 
Pflanzen und Viecher.
Nun macht dieser Racker
sich ängstlich vom Acker,
denn er hat das Brennen 
der Lunte gerochen
und sich in die schützende 
Höhle verkrochen.

Ein guter Geruchssinn 
ist zwar von Gewicht.
Vor drohendem Unheil 
schützt er sicher nicht.