Gutes Tröpfchen

Gutes Tröpfchen
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Ein Gedicht, einsam 
und schüchtern,
bleibt deswegen 
selten nüchtern.
Hat es Alkohol 
im Blut,
spürt es, dass 
sich etwas tut,
fühlt sich plötzlich 
stark und groß,
glaubt, man 
findet es famos.
Hat es erst mal 
schwer geladen,
muss es in 
Champagner baden
und - hat es dann 
einen sitzen -
kommt's vor lauter 
Durst ins Schwitzen.
Ist es völlig 
hackendicht,
kennt es seine 
Grenzen nicht,
jedes Tröpfchen 
wird gesoffen,
denn es ist 
für Schnäpse offen.
Voll wie eine 
Strandhaubitze,
lacht es über 
schlechte Witze.
Trinken wird 
sein Trösterchen.
Tassen hoch - und 
"Prösterchen!".
All die starken 
Leberkleister
finden in ihm 
ihren Meister,
denn es trinkt und 
trinkt und trinkt,
bis es platt zu 
Boden sinkt.

Veröffentlicht in Poetry.