Die stolze Magd
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Ottilie, die
stolze Magd,
die fleißig putzt
und niemals klagt,
hat Tag für Tag
dafür geschuftet,
dass es im Haus
erfrischend duftet.
Die Chefin, eine
reiche Frau,
nimmt's mit der
Reinheit sehr genau,
und ist die Heimstatt
schlecht gereinigt,
wird ihre Magd
dafür gesteinigt.
Mit Kieselsteinen
zwar, jedoch,
ist dies der Magd
ein schweres Joch,
weshalb Ottilie
beschließt,
dass sie auf
ihre Chefin schießt.
Mit Platzpatronen nur,
doch laut,
weshalb die Chefin
sie dann haut
und spricht: "Ich
werde dir erlauben,
heute Regale
abzustauben.
Du musst auf
diese Leiter steigen
und mir dort,
balancierend, zeigen,
wie man mit
einem Unterkleid
Regale von dem
Staub befreit!"
Ottilie steigt
hoch hinauf.
Dort nimmt das
Schicksal seinen Lauf.
Ihr Unterkleid
in einer Hand
und weil sie keinen
Halt mehr fand,
stürzt sie hinab
auf jenes Haupt,
das ihr das
Abstauben erlaubt.
Der weiße Teppich
färbt sich rot.
Deshalb ist
oberstes Gebot,
sich von dem Tatort
fortzuschleichen
um Konsequenzen
auszuweichen.
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