Ein wertloses Gedicht

Ein wertloses Gedicht
*
Ein Gedicht hat 
keinen Wert
außer hier am 
Herd für Gerd.
Köstlichkeiten 
zubereiten,
um ihm Freude 
zu bereiten,
denn er ist 
der Herr im Haus.
Ohne ihn ist 
alles aus.

Kinder hüten, 
Wäsche waschen
und das mit fast 
leeren Taschen.

Stimmt die 
Buchhaltung mal nicht,
spricht er von 
versäumter Pflicht.
Sparsam hat ein 
Vers zu sein,
sonst schlägt Gerd 
ihn kurz und klein,
was kein Nachbar 
jemals sieht.
Ganz egal, wie 
man sich müht.
Diesem macht es 
niemand recht.
Alles, was man 
tut, ist schlecht.
Wird der Vers es 
einmal wagen,
ihm die Rechnung 
anzutragen
für die mühsame 
Verrichtung?
Leider endet 
hier die Dichtung,
denn der Vers 
nahm seine Kinder
und lebt jetzt 
weitaus gesünder.

Veröffentlicht in Poetry.