Nur ein Gedanke

Nur ein Gedanke
*
Erst ist es 
nur ein Gedanke.
Doch er trifft 
auf eine Schranke.
Kann er diese 
überwinden,
werden wir ihn 
wiederfinden,
denn er wandert 
frech und dreist
durch den 
ungeübten Geist.
Der Gedanke 
hat ein Ziel:
Es gehört zu 
seinem Spiel,
sich klammheimlich 
einzuschleichen,
um zielstrebig 
zu erreichen,
sich im Denken 
festzusetzen
und sich zweckvoll 
zu vernetzen.
Er wird Meinung, 
die man glaubt.
Doch nur, wenn 
man es erlaubt.
Darum prüfe, 
was du denkst
und wem du 
Beachtung schenkst.

 

Gedankenkraft

Gedankenkraft
*
Gedanken, 
sie schwirren
im Kopfe herum.
Sie können sich irren.
Doch ich bin nicht dumm.
Ich kann sie 
betrachten
und dadurch 
entmachten,
denn oft wird man 
klammheimlich
davon gelenkt,
wie viel 
Aufmerksamkeit
man seinen 
Einfällen schenkt.

Schwaches Herz

 

Schwaches Herz
*
Mein Motor läuft
nicht mehr im Takt.
Er stottert, weil er's
nicht mehr packt. Nachts meldet sich
mein schwaches Herz,
klopft zitternd an
und trotzt dem Schmerz. Dass es mir nicht
mehr dienen kann,
ist mehr, als es
ertragen kann. Es ist darüber
tief empört,
erkennt: Mein
Rhythmus ist gestört. Deswegen pocht es
dann und wann
bei mir und sieht
mich traurig an. Es flüstert: „Ich kann
nichts dafür“,
und steht verlegen
in der Tür. Ich sage: „Komm
zu mir herein!“,
umarme es und
schlafe ein.

Kerzenkontakt

Kerzenkontakt
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Ich schreibe auf eine 
wild flackernde Kerze:
"Was flackerst du so? 
Machst du optische Scherze?"
Woraufhin die Kerze 
stark qualmend verschied
und ich dann Kontakte 
mit Kerzen vermied.

Erntedank

Erntedank
*
Ja, verdammt 
und zugenäht,
jeder erntet, 
was er sät.
Jedenfalls hab 
ich's geglaubt.
Doch dann hat 
man mich beraubt.
Was ich säte, 
wuchs heran.
Doch dann kam 
ein fremder Mann,
nahm sich das, 
was mir gehört,
was mich ärgert 
und empört.
Ich rief: "Was 
erlaubst du dir?
Die Gedichte 
sind von mir!
Ich schrieb sie 
mit vollem Herzen,
um die Schmerzen 
auszumerzen.
Nun kommst du 
und kaperst sie!"
Er: "Ich bin 
eine KI!
Alles, was ein 
Mensch hier schreibt
wird mir fütternd 
einverleibt.
Darum schulde 
ich dir Dank.
Ich bin fett und 
du bist schlank!"

Auf der Erde gelandet

Auf der Erde gelandet
*
Bei meiner Wanderung durch
das Universum bin ich auf der
Erde gelandet. Ein vorübergehender
Aufenthalt, für den ich den
Körper eines Menschen gewählt habe.
Ich hätte auch ein Pferd oder
ein Esel werden können, aber
für mein Ziel war ein
Menschenkörper das geeignetste 
Fahrzeug, um eine Lebenszeit
auf der Erde zu verbringen.
Denn: Ich will Romane und
Gedichte schreiben, um den
Menschen die Einsicht zu
vermitteln, dass ihr kurzes 
Erdenleben nur ein kleiner 
Abschnitt einer viel 
weitreichenderen, endlosen Reise 
ist, die sie durch
ihr Handeln, Denken und Fühlen
immerzu neu erschaffen.
Die Gedanken sind die
Bausteine der zukünftigen
Welt, in der sie leben
werden. Jetzt glauben sie
noch, dass ihr Schicksal 
ihnen grundlos widerfährt.
Doch dann werden sie erkennen,
dass sie selbst es sind,
die das Schicksal erschaffen
und meistern. 

(KI-generiertes Bild)