Ein Gedicht nistet sich ein

Ein Gedicht 
nistet sich ein
*
Ein Gedicht 
nistet sich ein,
gibt sich freundlich, 
lieb und fein.
Es kann uns 
sogleich gewinnen,
weil hier Reim und 
Rhythmus stimmen.

Man sieht nicht, 
was es bezweckt.
Hinter Harmonien 
versteckt,
wird die Botschaft 
transportiert,
die sich 
dadurch ungeniert,
zielstrebig im 
Kopf verbreitet
und uns darauf 
vorbereitet,
nur noch dem 
Gedicht zu glauben.

Es will uns 
die Freiheit rauben,
will das Fühlen 
und das Denken
ganz in seinem 
Sinne lenken.

Doch wir lassen 
uns nicht blenden.
Seine Macht muss 
endlich enden.
Um die Zukunft 
zu erbauen,
brauchen wir 
ein Grundvertrauen,
das Erde und 
Mensch vereint.
Kollektiv sind 
wir gemeint.

Veröffentlicht in Poetry.