Schattenkompass

Schattenkompass
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Der Schatten, den 
ich einmal hatte,
verhinderte, dass 
ich ermatte.
Er schützte 
Körper und Gesicht
stets wirksam vor 
dem Sonnenlicht.
Inzwischen bin 
ich schattenlos.
Wohin verschwand 
mein Schatten bloß?
War er erbost, 
dass ich ihn warf,
so je nach Laune 
und Bedarf?
Ist es verkehrt, 
Schatten zu werfen?
Die Lage wird sich 
noch verschärfen,
denn seit ich 
ohne Schatten bin,
weiß ich nicht mehr, 
woher, wohin,
weiß nicht, wo grad 
die Sonne steht
und wohin es 
jetzt weitergeht.
Mir fehlt der Kompass 
für die Sichtung
der mir noch 
unbekannten Richtung.
Erst wenn er nicht 
mehr sichtbar ist,
merkt man, wie sehr 
man ihn vermisst.

Veröffentlicht in Poetry.