Bedingungsloses
Grundeinkommengeht nicht
an ehrwürdige Nonnen,sondern an die Politiker,die schrei'n:
"Der Haushalt reicht nicht mehrfür Faulenzer und Spießgesellen!"Wir müssen uns
der Wahrheit stellen:Das Geld reicht nur
für die Diätender Männer,
die das Volk verträten,würden sie
durch Debattenzankennicht im Gewirr
der Worte schwanken.Davon gibt es
jetzt immer mehr.Das Parlament
wächst allzu sehr.Kein Geld für
Schulen, Kindergärten,weil Mächtige
ihr Herz verhärten.Auf Schienen, Straßen
und auf Brückenentstehen
metertiefe Lücken.Die Schuldenbremse
bremst das Denken. Man sagt: "Es gibt
nichts zu verschenken!"
Das Geld ist da,
jedoch es fließt
nur dorthin,
wo man es vergießt.
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Gestörtes Gedicht
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Im Kopf des Gedichtes
da nistet die Meise.
Sie baute ihr Nest
dort so unhörbar leise,dass nur das Gedicht
auf das Federvieh hört.Deswegen glaubt man,
das Gedicht sei gestört.Dabei ist es nur
ganz besonders sensibelund schreibt, was der Vogel
dort unter dem Giebelihm flüstert: was Spatzen
von Hausdächern pfeifenund wonach neugierige
Leser gern greifen.Vergeblich schreibt es schon
frühmorgens und spätwonach schon beim Abendrot
kein Hahn mehr kräht.
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