Klagende Landschaften in meinen Träumen

Aus den Landschaften in meinen Träumen
ist das Bersten von sterbenden Bäumen
und das Flüstern von Geistern zu hören,
die sich über die Menschheit empören.
Diese Nacht ist so voll von Geräuschen,
die uns unüberhörbar enttäuschen.
Selbst der Klang einer fallenden Feder
wird zum Knall eines Tritt's gegen Leder.
Eine Kokosnuss knallt auf Asphalt.
Kalte Milch plätschert aus einem Spalt
und zerfließt hoffnungslos in dem Sand,
der sich unter den Steinen befand.
Zwischen Nussschalen liegen die Leichen.
"Sie können ihr Ziel nicht erreichen!"
schreiben Hände auf welkende Blätter.
"Diese Not generiert keinen Retter!"
Was hatte die Menschheit gewollt?
Warum suchte sie Silber und Gold?
Statt Tomaten, Salat und Kartoffeln
beißt man nun in bestickte Pantoffeln.
Sich an quellfrischem Wasser zu laben,
wich dem Durst, Diamanten zu haben.
Statt sich froh in den Armen zu liegen,
wollte jedermann jeden bekriegen.
Wer versucht, diese Welt zu besiegen,
wird ihr selbst ganz zum Schluß unterliegen.

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